Ö3-Moderatorin Elke Lichtenegger bringt heimische Musikszene in Rage

Ö3-Moderatorin Elke Lichtenegger bringt heimische Musikszene in Rage

Ö3-Moderatorin Elke Lichtenegger sorgte mit einem Interview auf Okto-TV für Aufregung in der heimischen Musikszene und löste einen Shitstorm in den sozialen Medien aus.

Lichtenegger ezrählt in dem kurzen Videoausschnitt von einer unrühmlichen Begegnung mit der Band “Imagine Dragons” bei Ö3. Während die Moderatorin an ihrem Schreibtisch gearbeitet habe, hätte die Band in einem Studio laut gesungen. Nachdem die Ö3-Mitarbeiterin genervt die Tür zugeknallt habe, sei sie erst aufgeklärt worden, dass es sich bei den Musikern um die bekannte US-Band handle. Lichtenegger über den Vorfall: “Ich dachte, das ist irgendeine österreichische, vollkommen unbekannte Band, die halt irgendwie versuchen uns ein Lied zu verkaufen, was wir aber nicht wollen, weils wahrscheinlich ganz schlecht ist”.

Diese Aussage sorgt seit gestern Abend in der österreichischen Musikszene für großen Unmut, führte zu einem Shitstorm auf Facebook und wird als weiteren Beleg dafür gesehen, dass heimische Musik bei Ö3 respektlos behandelt werde.

Mittlerweile hat sich Ö3-Chef Georg Spatt via Facebook für Lichteneggers Aussagen entschuldigt.

Das offizielle Statement von Ö3:

Liebe Ö3-HörerInnen,
ich verstehe den Ärger und die Entrüstung über das Interview von Elke Lichtenegger. Es tut mir sehr leid, dass sich viele Musiker und Interessierte durch dieses Interview in ihrer kritischen Meinung gegenüber Ö3 bestätigt sehen. Ich entschuldige mich für die in diesem Interview augenscheinliche Gedanken- und Respektlosigkeit, die nicht der Einstellung von Ö3 und seiner Redaktionen entspricht. Selbstverständlich ist mir die kritische Einstellung vieler Interessierter zum Thema Österreichische Musik im Zusammenhang mit Ö3 bekannt und ich stehe dazu auch in einem ständigen, für viele leider unbefriedigendem Austausch. Und diese Diskussion muss auch fortgeführt werden und wir sind gefordert, bessere Bedingungen und eine Atmosphäre der Wertschätzung und des Miteinander zu schaffen. Und dieses Interview von Elke Lichtenegger hat leider, aus welchen unüberlegten Motiven auch immer, eine Verletzung der sowieso angespannten Gesprächssituation bewirkt, für die ich mich "nur" entschuldigen kann. "Nein", Ö3 denkt nicht so!

Georg Spatt, Ö3-Chef