ÖFB-Cup-Halbfinale: St. Pölten vs. Sturm und Horn vs. Salzburg - Live-Stream und Infos

ÖFB-Cup-Halbfinale: St. Pölten vs. Sturm und Horn vs. Salzburg - Live-Stream und Infos

SKN St. Pölten gegen Sturm Graz (18.00 Uhr/live ATV): Diese vier verbliebenen Mannschaften machen sich heute den Einzug ins ÖFB-Cup-Finale am 18. Mai in Klagenfurt aus.

Der SKN St. Pölten und Sturm Graz wollen das "Duell um Europa" für sich entscheiden. Im Cup-Halbfinale empfängt der Zweitligist am heute Abend (20.30 Uhr/live ORF eins) den steirischen Bundesligisten. Beide Teams machen sich Hoffnungen, mit einem Sieg das Europa-League-Ticket zu lösen. Setzt sich Meister Salzburg zuvor in Horn durch, reicht dafür der Einzug ins Endspiel am 18. Mai in Klagenfurt.

Als Glücksbringer für St. Pölten soll Gerald Baumgartner herhalten. Der Salzburger ist in seinen bisher 13 Cup-Spielen als Trainer noch unbesiegt, im Vorjahr führte er den FC Pasching sensationell zum Titel. Erstmals ausverkauft ist die 2012 eröffnete NV-Arena in der Landeshauptstadt. 8.000 Zuschauer haben sich angesagt. Nach Graz gingen 1.600 Karten, die in Windeseile verkauft waren.

"Sturm ist in jeder Position besser besetzt, aber im Cup hat man über 90 Minuten immer eine Chance. Das haben wir bereits bewiesen", meinte Baumgartner zur Ausgangslage.

Rosen für St. Pölten
Sturms Trainer Darko Milanic streute dem Gegner Rosen. "Für mich ist das im Moment das spielerisch stärkste Team der (Ersten) Liga", sagte der Slowene. St. Pölten habe sich beim 2:1 im Viertelfinale bei Bundesligist Ried durchaus verdient durchgesetzt. "Sie haben keinen Respekt und keine Angst gezeigt und taktisch intelligent gespielt", urteilte Milanic, der den Tabellenvierten der Ersten Liga zweimal selbst beobachtete.

In der heimischen NV-Arena ist St. Pölten bereits elf Spielen ungeschlagen, mit "Herz, Leidenschaft und einem guten Matchplan" will Baumgartner diese Serie fortsetzen. Für seine Elf ist es das erste Cup-Heimspiel dieser Saison.

Sturm setzte sich bereits im Viertelfinale bei Austria Lustenau (4:0) und im Halbfinale bei der Admira (1:0) auswärts durch. Nach einer durchwachsenen Saison in der Liga bietet sich für die Grazer damit noch die große Chance auf das internationale Geschäft. "Wir wollen unbedingt in den Europacup. Den Druck haben wir immer, dieses Ziel müssen wir erreichen", betonte Stürmer Robert Beric.

Red Bull Salzburg ist seit Sonntag im Besitz des Fußball-Bundesliga-Meistertellers. Als Krönung soll nun zum Abschied von Coach Roger Schmidt auch der Cupsieg und damit Double-Gewinn folgen. Vorletzte Hürde auf dem Weg dorthin ist im Halbfinale am Mittwoch (18.00 Uhr/live ATV) der Erste-Liga-Club SV Horn, der vor ausverkauftem Haus in der Waldviertler Volksbank Arena auf eine Sensation hofft.

Salzburg-Coach Schmidt: "Erwarte eine gut organisierte Mannschaft"
Den Ligatitel haben die Salzburger schon lange sicher, am Sonntag wurden sie nun auch offiziell geehrt. "Wir haben gewusst, dass wir drei Tage später ein schwieriges Cupspiel haben, deshalb haben wir nicht zu ausschweifend gefeiert", betonte Schmidt. Für ihn selbst wäre ein weiterer Titelgewinn ein "fantastisches Ende", wechselt er doch nach Saisonende zu Bayer Leverkusen. Die Spieler wollen den Titel genauso. "Für uns ist der Cupsieg sehr wichtig, dann könnten wir zurückschauen und sagen, wir hatten eine Super-Saison", sagte Goalie Peter Gulacsi.

Bei den Hornern fallen die langzeitverletzten Hannes Eder und Dominik Baumgartner aus, Manuel Hartl ist am Knöchel angeschlagen. Die Kicker des Tabellensiebenten brennen auf das Spiel. "Wir rechnen uns gar nichts aus, sind demütig und froh, unter den letzten vier Mannschaften zu sein", sagte Horn-Trainer Willi Schuldes. Seine Truppe soll das Spiel gegen die mit Abstand stärkste Mannschaft der vergangenen Jahre in Österreich vor allem genießen. "Wir haben weniger Druck als in der Meisterschaft und können befreit aufspielen, weil sowieso jeder erwartet, dass wir verlieren", sagte Schuldes.

Der Gegner werde hoch motiviert zur Sache gehen. "Sie sind Profis genug, dass sie jedes Spiel ernst nehmen. Ich erwarte eine gut organisierte, fokussierte Mannschaft, die vor Selbstvertrauen strotzt", rechnete Schuldes mit extrem starker Gegenwehr. Die Hoffnung auf die Sensation sei aber da. "Wir wollen so lange wie möglich die Spannung aufrechterhalten. In einem Spiel ist immer etwas möglich", weiß Schuldes.

Die Unterstützung des Publikums ist dem Außenseiter, der als Siebenter dem Klassenerhalt in der Erste Liga schon sehr nahe ist, jedenfalls sicher. Zwei Zusatztribünen wurden aufgestellt, damit werden rund 6.000 Zuschauer im ausverkauften Stadion Platz nehmen. "Es hat schon wichtigere Spiele für den Verein gegeben, aber von der Dimension her ist es das bedeutendste in der Vereinsgeschichte", sagte Horns Trainer. Wie man Salzburg als Underdog ärgern kann, zeigte übrigens der Fünftligist FC Piberstein Lankowitz vor, der sich in der 2. Runde im September erst im Elfmeterschießen 5:6 geschlagen geben musste.