Opernball 2016: Alles Walzer!

Opernball 2016: Alles Walzer!

60 Jahre Opernball, 144 Debütantenpaare, ein Abschied: In der Wiener Staatsoper fand wieder der Ball der Bälle statt. Die wichtigsten Nachrichten in der Nachlese:

Mit einem Auftritt von Star-Tenor Placido Domingo hat der Wiener Opernball sein 60. Jubiläum gefeiert. Bei der Eröffnung wurde auch eifrig aus der bewegten Geschichte des Festes zitiert: Die 144 Debütantenpaare tanzten zu einem Potpourri mit Ausschnitten der meistgespielten Stücke der vergangenen Jahre. Abschied nehmen hieß es von Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh.

++ Die Politik tanzt

Die Politik war ebenfalls prominent vertreten. An der Spitze der Riege wurde Bundespräsident Heinz Fischer erwartet, heuer zum letzten Mal als Staatsoberhaupt. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hatten ebenfalls zugesagt.

Bundespräsident Heinz Fischer hat kurz vor der Eröffnung des 60. Opernballs auf Facebook über die letzten Vorbereitungen berichtet. "Heute trage ich den finnischen Orden, da mein diesjähriger Ballgast der finnische Staatspräsident Sauli Niinistö ist, der übrigens den österreichischen Orden tragen wird", schrieb Fischer und postete ein Foto von sich mit einem Blick in den Spiegel.

Ich treffe noch die letzten Vorbereitungen, bevor es zum Opernball geht. Heute trage ich den finnischen Orden, da mein...

Posted by Bundespräsident Dr. Heinz Fischer on Donnerstag, 4. Februar 2016

++ Schöneberger: "Kriege kein Geld, muss nichts machen"

Ganz entspannt ist am Donnerstagabend die deutsche Moderatorin Barbara Schöneberger über den roten Teppich beim Wiener Opernball geschritten. Sie ist privat hier: "Ich sitze da, ich kucke. Ich kriege kein Geld, ich muss nichts machen." Sie kam in Begleitung ihres Visagisten. Schöneberger kündigte auch an, tanzen zu wollen: "Aber erst nach Mitternacht, wenn die Presse nicht mehr da ist."

++ Pam ist zurück

Nach ihrem turbulenten Opernballauftritt 2003 hat sich die kanadische Schauspielerin Pamela Anderson am Donnerstagabend tatsächlich erneut auf den Wiener Opernball gewagt. Sichtlich nervös stieg sie aus ihrer Limousine und ließ sich flankiert von ihren Gastgebern, der Unternehmerfamilie Wess, in die Oper bringen.

"Ich freue mich, wieder hier zu sein", sagte die Schauspielerin und ergänzte: "Ich hoffe aber, die Security ist gut", meinte Anderson, "ich war ja schon einmal hier". Damals, vor dreizehn Jahren, sorgte sie noch für gehöriges Chaos. Die Schauspielerin konnte damals die Loge nicht einmal verlassen, um auf die Toilette zu gehen, da sich sofort mehr als 20 Kamerateams auf sie stürzten und sie fast zu Boden rissen.

++ Lugner mit Stargast Shields

Richard Lugner wurde heuer von der amerikanischen Schauspielerin Brooke Shields und dem niederländischen Rapper "Mr. Probz" begleitet.

Der Wiener Tanzlehrer Roman Svabek verantwortete heuer die gesamte Debütanten-Choreografie - und inszenierte sie überaus beschwingt. Die Paare tanzten zu einem Potpourri mit Ausschnitten aus der "Annen-Polka", der "Feuerfest-Polka", dem Einzugsmarsch aus "Der Zigeunerbaron" und dem "Radetzkymarsch". Zudem stand mit dem "Klipp-Klapp Galopp" auch erstmals keine Polka auf dem Programm.

Höhepunkt waren neben der von Vladimir Malakhov choreografierten Balletteinlage zu Johann Strauß' "Accelerationen Walzer", die Sangeseinlagen der russischen Sopranistin Olga Peretyatko und des spanischen Opernstars Placido Domingo, die mit dem Duett "Lippen schweigen" aus Franz Lehars "Die lustige Witwe" und gar einer Walzereinlage endeten. Domingo erhob nicht nur die Stimme, sondern auch den Taktstock. Er dirigierte das Staatsopernorchester bei der Ouvertüre zu Gioachino Rossinis "Il Barbiere di Sivigilia".

++ Schwierige Sicherheitslage

Die schwierige Sicherheitslage nach den Terroranschlägen in Europa war auch Thema. Obwohl laut Innenministerium derzeit "in ganz Europa von einer erhöhten Gefährdungssituation" auszugehen ist, gab es für den Ball aber keine spezielle Warnung. Seitens der Oper traf man allerdings entsprechende Vorkehrungen.