Die profil-Titelgeschichte: Die Stars der Philosophie

Philosoph Konrad Paul Liessmann

Philosoph Konrad Paul Liessmann

Die Philosophie hat den Elfenbeinturm verlassen: Wo Soziologie und Psychologie nicht mehr weiter wissen, mischen sich Philosophen in den öffentlichen Diskurs. Manche von ihnen werden wie Popstars gefeiert. Das Denken wird zum Volkssport. Erfreulicherweise.

Im klassischen Uni-Betrieb hätte ein Typ wie Sokrates keinen Job bekommen. Zu unorthodox, um nicht zu sagen, anarchisch benahm sich der Sohn einer Hebamme und eines Steinmetzes, wenn er „beharrlich wie eine Pferdefliege“, so seine Biografen, die Bürger des antiken Athen auf dem Marktplatz in Begriffsdebatten verwickelte und sich nicht mehr abschütteln ließ. „Der Lehrer des Menschengeschlechts“ (so der deutsche Philosoph Georg Friedrich Hegel) und „Meister aller Meister“, wie ihn dessen französischer Kollege Michel Montaigne nannte, torpedierte seine Mitmenschen mit schlichten Was-ist-Fragen. Im damaligen Kontext der allgemeinen Götterergebenheit war das hoch revolutionär war. Wenn man von der nächsten Generation Tugenden wie Mut und Gerechtigkeit verlange, dann müsse man sich, so das für viele so lästige Anliegen des Sokrates, erst einmal darüber verständigen, was diese Begriffe überhaupt bedeuteten.

Sven Gächter und Angelika Hager über die aktuelle Titelgeschichte: Wie die Stars der Philosophie uns zu einem besseren Leben verhelfen.

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