Vereinigung Europäischer Journalisten wählt profil-Redakteur Otmar Lahodynsky zum neuen Präsidenten

Vereinigung Europäischer Journalisten wählt profil-Redakteur Otmar Lahodynsky zum neuen Präsidenten

Beim Kongress der „Vereinigung Europäischer Journalisten“ (AEJ), der vergangenes Wochenende in Neusiedl (Burgenland) stattfand, wurde profil-Redakteur Otmar Lahodynsky (im Bild stehend) zum neuen Präsidenten und Nachfolger von Eileen Dunne (Irland) gewählt.

Die 1962 gegründete Organisation mit heute 20 Sektionen in europäischen Ländern bemüht sich um Förderung der europäischen Integration und Medienfreiheit. Sie hat Beobachterstatus beim Medienkomitee des Europarates.

Rund 60 Journalisten aus ganz Europa diskutierten beim Kongress im Burgenland mit Gastreferenten über EU-Außenpolitik und die grenzüberschreitende Kooperation zwischen Burgenland und West-Ungarn. Oleksander Scherba, Sonderbotschafter der Ukraine, forderte die EU-Länder zu mehr Anstrengungen gegen russische Expansionspläne auf. Ukrainische Soldaten würden letztlich auch europäische Werte wie Meinungs- und Pressefreiheit verteidigen.

Der slowakische Europaabgeordnete und frühere Außenminister Eduard Kukan sprach sich so wie der österreichische Diplomat Wolfgang Petritsch für eine integrierte gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU aus. Der Politologe Anton Pelinka sah im wiedererstarkten Nationalismus eine Bedrohung der Einheit und Handlungsfähigkeit der EU.

Der designierte Vizepräsident und neue EU-Kommissar für Euro und sozialen Dialog, Valdis Dombrovskis, wandte sich gegen Änderungen beim Pakt für Stabilität und Wachstum. Die EU sollte aber mit einem neuen Investitionsprogramm für Aufschwung und neue Arbeitsplätze sorgen. Er kündigte einen verstärkten Dialog mit den Sozialpartnern in Europa an.
Mátyás Firtl, Abgeordneter im ungarischen Parlament für die Region Sopron-Györ, hob so wie der Experte von „Regionalmanagement Burgenland“ (RMB), Harald Ladich, die Vorteile der grenzüberschreitenden Kooperation mit dem Burgenland hervor. Beide Regionen hätten auch von EU-Förderungen profitiert. Die frühere EU-Abgeordnete Livia Járóka forderte mehr Maßnahmen der EU zugunsten der ärmeren Bevölkerung. Es gebe kein genuines Roma&Sinti-Problem, sondern eine deutliche Zunahme der Armut in vielen EU-Ländern. Hilfreich seien mehr Investitionen in den Bildungssektor.

Beim Panel über Medienfreiheit listete OSZE-Medienexperte Frane Maroevic eine deutliche Zunahme von Einschränkungen der Pressefreiheit und Bedrohungen von Journalisten in mehreren Ländern wie der Türkei, Aserbaidschan und am Balkan auf.