Warum Computerspiele nicht aggressiv machen

Warum Computerspiele nicht aggressiv machen

Virtuelle Moral: Brutale Videospiele fördern doch kein aggressives und asoziales Verhalten.

Angesichts dieses Untersuchungsergebnisses werden wohl einige Eltern erleichtert aufatmen. Eine neue Studie ergab, dass brutale Videospiele keineswegs aggressives und asoziales Verhalten fördern, sondern sogar im Gegenteil an das moralische Gewissen appellieren.

Kommunikationswissenschafter Matthew Grizzard von der Universität Buffalo zeigt sich angesichts dieser Daten selbst überrascht: "Das verwerfliche Verhalten in der virtuellen Welt dürfte doch Schuldgefühle auslösen , die wiederum pro-soziales Verhalten begünstigen

Insgesamt 185 Probanden ließ Grizzard in Shooter-Games antreten - einige davon in der Rolle von Terroristen, andere als UN-Friedenssoldaten. Nachträglich sollten sie Szenen aus ihrem Leben rekapitulieren, in denen sie sich schuldig fühlten. Tatsächlich hinterfragten jene, die zuvor als virtuelle Gewaltverbrecher Regeln verletzen oder gar kriminell handeln mussten, stärker ihr vergangenes Handeln. Sie hatten eher ein schlechtes Gewissen und gaben außerdem an, dass sich dieses kaum von jenem unterscheiden würde, das durch Aktionen im echten Leben ausgelöst wurde.

In einer Folgestudie soll nun untersucht werden, ob dieser Effekt bei Vielspielern im Laufe der Zeit schwächer wird.

(Red.)