Warum attraktive Männer so unsympathisch sind

Warum attraktive Männer so unsympathisch sind

Die tägliche Empirie scheint eindeutig zu sein: Attraktive Männer tendieren dazu, sich über kurz oder lang als unangenehme Zeitgenossen zu erweisen.

Der gesunde Frauenverstand hat dafür eine klassische Erklärung: Je fescher ein Kerl, desto weniger hat er es nötig, auch noch nett zu sein. Rein mathematisch lässt sich die Korrelation noch etwas konkreter fassen.

Dazu sind zwei einfache Skizzen erforderlich sowie ein Modell des US-Medizinstatistikers Joseph Berkson. Der Einfachheit halber wird dabei angenommen, dass sich die männliche Gesamtbevölkerung in einem Koordinatensystem mit den Achsen gemein–nett und hässlich–attraktiv relativ gleichmäßig verteilt.

Annahme zwei: Nicht jeder Mann in diesem Viereck wird als potenzieller Partner auch wahrgenommen, das weite Feld an der Ecke hässlich/gemein wird tendenziell ignoriert, der Fokus liegt auf der Kreuzung schön/nett.

Zeichnet man diesen Fokus geometrisch als Dreieck ins ursprüngliche Koordinatensystem ein, wird der Zusammenhang deutlich: Die schönsten Männer verzeichnen charakterlich eine große Bandbreite, in Richtung Unattraktivität verengt sich der Fokus dagegen auf die Allernettesten.

Im Umkehrschluss wird daraus die ganz korrekte Wahrnehmung: je schöner, desto gemeiner . Die gute Nachricht: Es ist alles nur Statistik. Die schlechte Nachricht: Es bringt nichts, einen unattraktiven Mann auf Macho-Attitüde umzuschulen. Er wird dadurch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht schöner.

(Red.)