Endzeitstimmung

Dass die Welt am 21. Dezember 2012 aufgrund verstaubter Maya-Kalendersprüche untergehen wird, ist natürlich handfester Blödsinn. Schließlich geht sie erst anno 2013 unter. Oder 2014. Oder noch ein bisschen später, je nachdem. Ein paar historisch verbürgte Szenarien:

23.8. 2013

Laut dem russischen Wanderprediger und -propheten Grigori Jefimowitsch Rasputin (genauer: laut dem Sensationsblatt "Weekly World News“, das Rasputins geheime Prophezeiungen im April 1997 aus einem nicht minder geheimen KGB-Archiv geborgen hatte) wird die Welt an diesem Tag durch eine große Feuersbrunst untergehen. Nicht ohne Vorzeichen, zum Glück: Für das Jahr 2002 sah Rasputin die Wiederkehr Christi voraus (nach diversen Wetterkapriolen), für 2003 eine groß angelegte Verwüstungstour des Monsters von Loch Ness.


2014

Papst Leo X. erklärte im Jahr 1514, dass er das Ende der Welt leider nicht erleben werde, weil dieses noch weitere 500 Jahre auf sich warten lassen werde. Zu den konkreten Umständen der Apokalypse wollte er sich leider nicht äußern. Unterstützung für Leos Prognose kommt übrigens vom heiligen Malachias, nach dessen Weissagung aus dem 12. Jahrhundert der derzeitige Papst Benedikt XVI. der vorletzte Papst der Kirchen-, sprich: Weltgeschichte sein soll.


2017

Der Erzengel Gabriel versprach den Anhängern der kultisch verschworenen "Sword of God Brotherhood“ laut deren Angaben, dass im Jahr 2017 die "Zeit des Sterbens“ anbrechen werde. Überleben würden diese, wenig verwunderlich, nur die Bruderschaftler selbst.


13.11. 2026

Am 4. November 1960 verkündeten Heinz von Foerster, Patricia M. Mora und Lawrence W. Amiot im "Science Magazine“ das Ende der Welt durch Überbevölkerung. Vermehre sich die Menschheit in gleichbleibendem Ausmaß, so die Wissenschafter, werde die Zahl der Erdbewohner am 13. November 2026 einen unendlichen Wert annehmen. Was den Weltuntergang relativ unausweichlich machen dürfte.


19.1. 2038 3.14 Uhr

Nicht ganz unähnlich dem Millennium-Bug, aber wesentlich gefährlicher: Am frühen Morgen des 19. Jänner 2038 werden die Systemzeitzähler von Computerprogrammen aufgrund von Binärcode-Darstellungsproblemen ihren Maximalstand erreichen und kollektiv auf den 13. Dezember 1901 umspringen - mit unvorhersehbaren, ganz bestimmt aber katastrophalen Auswirkungen.

(Red)