60-Millionen-Euro-Coup mit AMS-Geldern: Buchhaltungsskandal im Finanzministerium

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, soll ein Spitzenbeamter der Republik im Zentrum eines 60-Millionen-Euro-Coups mit Geldern des Arbeitsmarktservice (AMS) stehen. Der leitende Mitarbeiter der Bundesbuchhaltungsagentur steht im Verdacht, allein rund 17 Millionen Euro von Konten der Republik auf Knopfdruck an private Empfänger verschoben zu haben - ohne entsprechende Belege anführen zu können.

Daneben soll der Beamte dem privaten Schulungsinstitut "Venetia" widerrechtlich Schuldscheine der Republik in Höhe von weiteren rund 43 Millionen Euro ausgestellt haben, indem er Forderungen des Instituts gegenüber dem Arbeitsmarktservice bestätigte, die nicht existieren.

AMS-Chef Herbert Buchinger erstattete inzwischen Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien. Dies bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Gerhard Jarosch, gegenüber "profil". Der Eigentümer des Schulungsinstituts, das früher im Auftrag des Arbeitsmarktservice Kurse für Arbeitslose anbot, hat nach Aussagen seines Anwalts mittlerweile Selbstanzeige erstattet. Das Unternehmen befindet sich in Konkurs.

Die Überweisungen per Telebanking waren unter anderem deshalb möglich, weil eine vom Rechnungshof bereits im Vorjahr beanstandete Sicherheitslücke vom Finanzministerium - als übergeordneter Behörde der Buchhaltungsagentur - nie geschlossen wurde.

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