Akute Selbstmordgefahr bei Mutter Nurije: Gutachter warnen vor dramatischen Folgen

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, warnt ein Gutachten der Universitätsklinik Wien im Fall einer Abschiebung der Familie Zogaj vor einem Familiendrama.

"Bei Frau Zogaj dürfte sich in der Abschiebesituation mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Suizidalität ergeben. Es wäre auch denkbar, dass es zu einem Mitnahmesuizid (Kinder) kommt", heißt es in dem Befund, den Thomas Stompe, Professor für Psychiatrie an der Universitätsklinik in Wien, am 10. September dieses Jahres für das Bundesasylamt erstellt hat. Damit gemeint ist die aktute Gefahr, dass die in Behandlung befindliche Nurije Zogaj sich und ihren Kindern Gewalt antun könnte.

Währenddessen haben die Brüder von Arigona Zogaj - Alfred, 18, und Alban, 20 - ihre Bleibe im Heimatdorf Kalican verloren. Wie ein Lokalaugenschein von profil am Mittwoch vergangener Woche ergab, halten sie sich in der Stadt Peja im Westen des Kosovo auf: in einem ungeheizten Haus, in dem der Strom nur stundenweise funktioniert. Die Hoffnung, Arbeit zu finden, hat sich für sie bislang nicht erfüllt.

In einem Interview mit Journalisten, darunter auch von "profil", schätzt der kosovarische Präsident Fatmir Sejdiu die Lage für Rückkehrer trist ein: "Wir haben nicht einmal Jobs für die, die bereits im Land sind. Ich will nichts beschönigen. Die Arbeitslosigkeit beträgt über 40%."

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