„Anbiederung an den Zeitgeist“

Volksanwalt Ewald Stadler, FPÖ, sieht bei einer rechtlichen Aufwertung schwuler und lesbischer Partnerschaften den göttlichen Schöpfungsplan gefährdet.

profil: Was halten Sie von den Plänen der Justizministerin Karin Gastinger für eine rechtliche Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften?
Stadler: Das BZÖ versucht hier eine widerwärtige Anbiederung an den Zeitgeist und die Bussi-Bussi-Gesellschaft, um zumindest noch ein paar Wähler für diesen aussterbenden orangen Zwergenverein zu fischen.
profil: Sollen homosexuelle Partner also keine rechtliche Absicherung haben?
Stadler: Doch, doch. Es kann sich ja jeder selber versichern. Die Privatautonomie wird doch sonst bei jeder Gelegenheit beschworen. Warum nicht hier?
profil: Stehen Sie nach wie vor zu Ihrer Aussage, dass homosexuelle Partnerschaften perverse Partnerschaften sind?
Stadler: Natürlich! Perversion bedeutet Verdrehung und Umkehrung. Und klarerweise haben wir hier die schleichende Tendenz, die Ehe, das Fundament unserer christlichen Wertordnung, aufzuweichen und zu pervertieren. Solche Initiativen kommen aus genau derselben Quelle wie die Entscheidung, ungeborenes Leben töten zu dürfen.
profil: Soll man Homosexuelle folglich am besten einsperren?
Stadler: Nein, ich bin nicht dafür, dass jemand wegen seiner sexuellen Orientierung verfolgt wird. Aber ich bin vehement gegen irgendeine Annäherung oder gar eine juristische Gleichstellung mit Ehepartnern. Das betrifft eine Kernentscheidung unserer Gesellschaft. Es ist nicht Teil des göttlichen Schöpfungsplans, dass das für Homosexuelle zugänglich wird.