"Antifaschismus" ist nichts für Martin Graf:
FPÖ-Politiker lehnt einen Grundkonsens ab

In einem Gespräch in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" sagt der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf, er "halte nichts vom so genannten antifaschistischen Grundkonsens". In Österreich sei der Begriff "überhaupt erst 1983 aufgetaucht" und er sei "nicht identitätsstiftend".

Auffällig ist, dass Graf unter FPÖ-Obmann Norbert Steger nicht in die Partei aufgenommen wurde: "Mein Beitrittsformular war aus dem Jahr 1985, aber ich wurde erst 1987 aufgenommen." Graf hat nach eigenen Angaben schon in den achtziger Jahren den Neonazi Gottfried Küssel und den Bundesparteiobmann Strache kennengelernt: "Küssel habe ich von Anfang an für einen agent provocateur gehalten und ihm Ende der neunziger Jahre verboten, die Bude der Olympia zu betreten. (...) Strache ist über mich beziehungsweise über die Olympia mit Norbert Burger und dessen Töchtern zusammen gekommen."

Graf meint, er würde am "liebsten Erster Präsident werden", rechnet aber "zu 50 Prozent damit, abgewählt zu werden".

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