Asylproblem

Saddam Hussein hätte im Falle seines Freispruchs im Irak gerne Asyl in Österreich. Dem Manne kann sicher geholfen werden – aber leicht wird’s nicht.

Haider: Na, Saddi, dos derfst du net. Auf keinen Fall.
Saddam: Aber Weib chat verschittet Tee.
Haider: Deswegen kann ma sie do net derschiaßn!
Saddam: Zu Chause chab immer derschießt.
Haider: Du bist oba jetzt in Karntn. Und außerdem is dos mei Frau.
Saddam: Mache Freind gerne kleine Gefallen.
Haider: Saddi, so geht dos net. Du muaßt di echt mehr anpassen.
Saddam: Noch mehr?
Haider: Denk amol nach: Was hast du damals gsagt, wie i dir dei Zimmer zeigt hab?
Saddam: Chabe gesagt: Und wo sind andere 200?
Haider: Und was hast du gmacht, wie i di zum Essen mit dem Gusenbauer mitgnommen hab?
Saddam: Nicht war meine Schuld. Du chaben gesagt, das issa Oppositionelle.
Haider: Und es war echt a Massel, dass du nur a Dessertgabel derwuschen hast.
Saddam: Aber chab nicht zu die Beispiel brav gelernt Deitsch?
Haider: Ja, besser als der Strutz. Des is oba a schon des Einzige.
Saddam: Werde machen besser in die Zukunft.
Haider: Na guat. Jetzt miass ma oba Gas geben.
Saddam: Ah! Du auch chaben Problem mit Kurden?
Haider: Na, Himmelherrgott! Des sagt ma so, wenn ma’s eilig hat! Wir miassn ins Landhaus. Du kannst bei der Sitzung zuschauen.
Saddam: Ah, nein, nicht will. Demokratie issa langweilig. Nimm mit die Doppelgänger.
Haider: Über den wollt i eh scho mit dir reden. Der frisst uns de Haar vom Kopf. Kannst net auf eam verzichten?
Saddam: Gut. Passe an und verzichte ich. Soll ich derschießen?