Atom-Birne: radioaktive ÖBB

Die Österreichischen Bundesbahnen verbrauchen nicht nur eine Menge elektrischer Energie. Sie handeln auch damit. Und zwar ausschließlich so ­genannten Graustrom, dessen Herkunft per Definition unbekannt ist.

Da Graustrom in aller Regel hohe Anteile an Atomenergie enthält, hat der Umweltdachverband die ÖBB-In­frastruktur AG nun mit dem alles andere als repräsentativen Award „Atom-Birne 2012“ bedacht. Auf profil-Anfrage beeilt sich eine Sprecherin von ÖBB-Konzernchef Christian Kern mitzuteilen, dass die Loks mit „sauberer Energie“ führen.

Auch der Vorjahressieger Verbund kommt wieder zu zweifelhaften Ehren. „Der Verbund wirbt mit Wasserkraft, verkauft aber hemmungslos Graustrom an Großkunden“, so der Geschäftsführer des Umweltdachverbands, Michael Proschek-Hauptmann. Ebenfalls „ausgezeichnet“ werden die Kärntner Versorger Kelag und Energie Klagenfurt.