Sie machen den Beton grün., Thomas Petraschek, Alfred Hüngsberg, Andreas Schön und Hannes Kari (v. l. n. r.)
Sie machen den Beton grün., Thomas Petraschek, Alfred Hüngsberg, Andreas Schön und Hannes Kari (v. l. n. r.)

© ÖBB/Kropik

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08/20/2018

Aus Grau mach Grün

Für Innovationen, die Fahrgästen, Kollegen und der Umwelt zugutekommen, braucht es Mitarbeiter mit klugen Ideen. So wurde bei den ÖBB „Grüner Beton“ entwickelt, der bei der Produktion bis zu 25 Prozent weniger CO2 erzeugt als bisher.

Neben Wasser und Gesteinskörnungen ist Zement Hauptbestandteil des Baustoffes Beton. Da bei der Produktion von Zement weltweit vier Mal mehr Kohlendioxid freigesetzt wird, als durch den gesamten Flugverkehr, haben es sich einige helle Köpfe zur Aufgabe gemacht, die Zusammensetzung von Beton umweltfreundlicher zu gestalten.

Weniger Zement, weniger CO2

Der einfachste Weg, Emissionen in dem Bereich dennoch zu reduzieren, besteht darin, den Anteil von Zement durch andere Materialien zu ersetzen, die weniger CO2 verursachen. Mit dem ERESCON-Projekt, das die ÖBB-Infrastruktur gemeinsam mit der TU Graz, der ASFINAG und dem bmvit betreiben, ist es dem Team gelungen, „grünen“ Beton weiterzuentwickeln. Der Anteil an Zement darin konnte um weitere 25% reduziert werden und fast ebenso hoch sind auch die CO2-Einsparungen. Erste große Anwendung wird der umweltfreundlichere Beton entlang der Koralmbahn im Bereich Feldkirchen–Weitendorf ab 2019 finden. Die CO2-Einsparung wird dabei über 7.500 Tonnen betragen, das entspricht 5 Mio. Kilometer mit einem Pkw.

Bei der Zementproduktion wird weltweit viermal so viel Kohlendioxid freigesetzt wie durch den gesamten Flugverkehr.

Thomas Petraschek

Mehr unter oebb.at/hellekoepfe

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