Auslandseinsätze nur noch auf Sparflamme:
Heer kann keine neue Mission finanzieren

In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" warnt Edmund Entacher, der Generalstabschef des Bundesheeres, vor den Folgen der Einsparungen beim Heeresbudget. Bei den Auslandseinsätzen des Bundesheeres kündigt er eine Reduktion von derzeit 1400 auf 1100 Soldaten an, "weil es einfach zu teuer kommt". Derzeit laufende Einsätze wie auf dem Golan, im Kosovo oder im Tschad seien vorerst nicht betroffen, aber neue Missionen im Ausland seien "derzeit finanziell nicht darstellbar".

Bedenklich sei, dass durch Kürzungen beim Sachaufwand von knapp neun Prozent pro Jahr fast keine Neuinvestitionen mehr vorgenommen werden könnten. "Das ist natürlich schon ein Hammer!", so Entacher. Damit könne das Bundesheer auch bei der Konjunkturbelebung nicht mitwirken. Auch der Ankauf von Schulungsflugzeugen als Ersatz für die altersschwachen Saab 105 müsse verschoben werden. "Wir hätten in der Luft vergleichsweise zwischen der Formel 1 und dem Moped nichts mehr zur Verfügung", warnt der General im Gespräch mit "profil".

"Von den Zusagen der Reformkommission wurde wenig eingehalten", klagt Entacher. Dazu komme, dass die Mehrkosten für den Flugbetrieb mit den Eurofightern im Vergleich zu den ausrangierten Draken von jährlich 17 bis 20 Millionen Euro entgegen früheren Zusagen dem Heeresbudget angelastet wurden.

Die ganze Geschichte lesen Sie im aktuellen profil 19/2009!