<i><small>Autodrom: David Staretz</i></small>
Sprüche mit Klopfneigung

Zitate, Aphorismen, launige Sager. Das Auto provoziert klassische Standpunkte, aber auch echte Juwelen der kurzen Form.

Aphoristiker, Staatsmänner, Henry Ford oder Walter Röhrl, alle ­haben was zum Auto zu sagen. Manche Sprüche scheinen Allgemeingut geworden zu sein wie „Ein Fußgänger ist ein glücklicher Autofahrer, der einen Parkplatz gefunden hat.“ (Joachim Fuchsberger zugeschrieben, aber Michael Häupl zugemessen.) Manche sind platt und beschäftigen sich mit Frauen und Spiegeln. Andere sind Teil ­unseres kollektiven Gedächtnisses. Mein Lieblingsspruch stammt von einem Poysdorfer Wein­bauern, entstand aus einer Situation heraus und ist von ­erschütternder Bril­lanz: „Mit Argumenten kannst kan Mähdrescher starten.“ Weitere Sprüche haben sich im Lauf der Jahre und vor allem natürlich aus dem Internet gefunden.

„Das Auto ist jetzt vollkommen. Es bedarf ­keiner Verbesserung mehr.“
„Allgemeine Automobil Zeitung“, Berlin 1921

„Wir bauen Autos die keiner braucht, aber die jeder haben will.“ Ferdinand Porsche

„Das erste Auto im Leben vergisst man ­ebenso wenig wie die erste Frau.“
Rennfahrer-Legende Stirling Moss

„Autoverkäufer verkaufen Autos, Versicherungsvertreter Versicherungen. Und Volksvertreter?“
Stanislaw Jerzy Lec

„Man kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln, ein Auto braucht Liebe.“
Walter Röhrl wird eins mit seinem Vehikel.

„Ob wir es mögen oder nicht, langsam, aber sicher übernehmen die Roboter den Job des Autofahrers.“
US-Magazin „Popular Science“, 1958

„Das Rad war die größte Erfindung der ­Menschen, bis sie sich
dahintersetzten.“
Bill Ireland

„Frauen tun für ihr Äußeres Dinge, für die ­jeder Gebrauchtwagenhändler ins Gefängnis kommt.“
Nick Nolte

„Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt: schnellere Pferde.“
Henry Ford

„Das Erdöl ist eine stinkende Absonderung der Erde, eine klebrige Flüssigkeit, die stinkt und in keiner Weise verwendet werden kann.“
Akademie der Wissenschaften, St. Petersburg, 1806

„Die Kunst des Autofahrens: so langsam wie möglich der Schnellste zu sein.“
Emerson Fittipaldi, brasilianischer Rennfahrer

„Mit dem Auto ist ja die Kunst des ­Ankommens verlorengegangen.“
Erhart Kästner, deutscher Schriftsteller

„Bei zwei Sachen wird ein Mann nie zugeben, dass er sie nicht gut kann: Sex und Auto­fahren.“
Stirling Moss, Rennfahrer

Ein Sportwagen ist die einzige Sitzgelegenheit, die es uns ermöglicht, von unten auf andere herabzuschauen.“
Robert Lembke, Showmaster

„Die Endstufe der Motorisierung ist erreicht, wenn das Parken mehr kostet als das Autofahren.“
Peter Sellers, britischer Schauspieler

„Am liebsten sieht man ein Auto, wenn es die Parklücke verlässt, in die man hinein will.“
Lothar Schmidt, deutscher Politologe

„Wenn du den Baum, den du gleich treffen wirst, sehen kannst, nennt man das untersteuern. Wenn du ihn hören und fühlen kannst, war’s übersteuern.“
Walter Röhrl hat Erfahrung

„Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich glaube an das Pferd.“
Wilhelm II., deutscher Kaiser

„Ein Auto ist erst dann schnell genug, wenn man morgens davor steht und Angst hat, es aufzuschließen.“
Walter Röhrl

„50 Prozent bei der Werbung sind immer rausgeworfen. Man weiß aber nicht, welche Hälfte das ist.“
Henry Ford

„Der Deutsche fährt nicht wie andere Menschen. Er fährt, um Recht zu haben.“
Kurt Tucholsky, Schriftsteller

„Das letzte Auto, das gebaut werden wird, wird ein Sportwagen sein.“
Ferry Porsches Zitat wird oft (und häufig ­entstellt) wiedergegeben, aber man darf wohl annehmen, dass es im hauseigenen Museum korrekt an der Wand steht.

„Wenn es keinen Spaß macht, ist es kein Auto.“
Akio Toyoda, Toyota- und Lexus-Chef

david.staretz@profil.at