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Die Globalisierungskritiker haben es schon immer geahnt: dass Banken, die in Steueroasen Geschäfte tätigen, jedes Mittel recht ist, um Geld zu scheffeln. Doch dass sie von eben jenen bösen Banken selbst als Mittel zum Zweck benutzt werden könnten – damit hat Attac Österreich wohl nicht gerechnet.

Die Organisation fordert auf ihrer Homepage, dass Banken, die Geschäfte mit Steueroasen treiben, keine Steuergelder aus den Rettungspaketen bekommen sollten. Damit der österreichische Bürger auch genau weiß, wer gemeint ist, listet Attac direkt unter dieser Forderung Niederlassungen österreichischer Banken in Steueroasen auf. Eine Liste, die nun offenbar auch einer der gebrandmarkten Banken aufgefallen ist. Doch anstatt sich darüber zu beschweren, dass die Sparkassenfiliale auf Malta dort unrühmliche Erwähnung findet, bittet ein gewisser Herr Cauchi um die Aktualisierung der Adressdaten: „We have visited your site and note that your information is out of date. Can you please amend your site to read the correct address as below. Thank you, yours sincerely, David Cauchi, Sparkasse Bank Malta plc.“ Ob sich der Banker für das Kleingedruckte auf der Homepage in etwa so stark interessiert wie manche seiner Kunden für die Steuergesetze ihres Landes oder ob er schlicht der deutschen Sprache nicht mächtig ist, ist freilich reine Spekulation.