Barroso über die Haltung der Österreicher: Kein Verständnis für Skepsis über die EU

In einem Interview des Nachrichtenmagazins "profil" zeigt José Manuel Barroso, Präsident der EU-Kommission, Unverständnis über den tief verwurzelten Europa-Skeptizismus der Österreicher: Er frage sich oft selbst, warum das so sei, erklärt Barroso: "Österreich, das besonders EU-skeptisch ist, zählt zu den größten Gewinnern." Objektiv gesehen könne "niemand bestreiten, dass Österreich vor allem durch die jüngste Erweiterung weitaus mehr Möglichkeiten für sein Wachstum und seine Entwicklung bekam als zum Beispiel die südeuropäischen Länder."

Den Eufor-Einsatz im Tschad verteidigt Barroso im "profil"-Interview vehement: "Ich persönlich glaube, dass die EU, wenn sie Einfluss haben und ihre Interessen und Werte vertreten will, manchmal derartige Missionen durchführen muss. Wenn wir keinen Mut zeigen, werden wir von unseren Partnern nicht ernst genommen." Kein Staat sei gezwungen worden, Soldaten zu entsenden. "Frieden zu schaffen oder zu sichern birgt Risiken, da müssen wir ehrlich sein. Es liegt in der Verantwortung unserer Mitgliedsstaaten, diese Risiken einzugehen, wenn sie überzeugt sind, dass die Gründe dafür - etwa Menschenleben zu retten, bedrohten Flüchtlingen zu helfen - den Einsatz auch wert sind."

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