Beschlagnahmtes Material und Zeugen belasten Julius Meinl: "Tatverdacht erhärtet"

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner neuen Ausgabe berichtet, wird die Beweislage gegen Julius Meinl offenbar immer dichter. Die Staatsanwaltschaft Wien will über Zeugenaussagen und beschlagnahmte Dokumente verfügen, die Meinl belasten. Demnach soll er entgegen seiner bisherigen Verantwortung sehr wohl direkten Einfluss auf Meinl European Land (heute Atrium Real Estate) genommen haben.

"Das ist mehr als bloße Fantasie", so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien Gerhard Jarosch gegenüber "profil". "Wir gehen davon aus, dass Herr Meinl hinter all dem stand." Für die Festnahme-Anordnung habe es einen dringenden Tatverdacht gebraucht, in diesem Fall die direkte Einflussnahme auf die Geschäfte von Meinl European Land. Dieser Tatverdacht sei nunmehr "erhärtet", so Jarosch.

"Sonst hätten wir niemals die Unterschrift eines Richters bekommen." Meinl-Anwalt Herbert Eichenseder dazu: "Nach den uns vorliegenden Aussagen von Beschuldigten und Zeugen, kann ich nicht bestätigen, dass mein Mandant direkten Einfluss auf MEL hatte."

Für Meinl gilt bis zu einer allfälligen rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

Lesen Sie mehr dazu im "profil" 18/09!