Bezahlen im Internet: Zur Kassa bitte

Die Sorge, beim Einkaufen im Internet übers Ohr gehauen zu werden, ist immer noch sehr weit verbreitet. Damit tut man jedoch dem Großteil der Händler, die ihre Waren via Internet verkaufen, unrecht. Tatsächlich ist die Gefahr, beim Online-Shoppen Opfer eines Betruges zu werden, nicht höher als bei einem ganz normalen Einkauf.

Die Kreditkarte
ist in den internationalen Online-Shops das am weitesten verbreitete Zahlungsmittel. Das Praktische an ihr ist: Sie kann weltweit verwendet werden und ist sowohl für den Käufer als auch für den Verkäufer eine Garantie für die ordnungsgemäße Abwicklung des Geschäfts. Da keine weiteren Gebühren anfallen, ist die Kreditkarte außerdem für so genannte Micropayments, Zahlungen von nur wenigen Cent oder Euro, besonders geeignet.

Die Meinung, dass es gefährlich ist, die Kreditkarte für Zahlungen im Internet zu verwenden, hält sich hartnäckig, stimmt jedoch statistisch gesehen nicht. „Bei uns gab es bisher erst einen einzigen Fall von Kreditkartenmissbrauch“, sagt Andreas Egger, Geschäftsführer von Ticket Express, dem österreichischen Marktführer im Segment des Online-Verkaufs von Eintrittskarten.

PayPal www.paypal.com/at/
ist ein mittlerweile vom Online-Auktionshaus eBay aufgekauftes amerikanisches Unternehmen, das international in Sekundenschnelle Online-Zahlungen an jeden Inhaber einer E-Mail-Adresse ermöglicht. Die Transaktion kann dabei in Euro, britischen Pfund, US-Dollar, kanadischen Dollar, australischen Dollar oder Yen erfolgen. Käufer und Verkäufer werden nach erfolgter Bezahlung per E-Mail über die Abwicklung der Transaktion informiert.

Das System eignet sich hervorragend für Zahlungen zwischen zwei Privatpersonen oder an Unternehmen, die keinen Vertrag mit einer Kreditkartengesellschaft abgeschlossen haben. Für den Käufer fallen dabei – abgesehen von Valutenspesen für das „Geldwechseln“ von einer Währung in die andere – keine Kosten an, die vom Verkäufer eingehobenen Transaktionskosten liegen im Normalfall deutlich unter den Überweisungsspesen der Banken.

Besonders interessant ist das PayPal-System, um bei eBay gekaufte Artikel zu bezahlen, da man damit gleichzeitig und ohne Selbstbehalt bis zu Beträgen von 500 Euro gegen Betrug abgesichert ist.

Paybox www.paybox.at/
ist eine im Jahr 2000 eingeführte Möglichkeit, Online-Rechnungen mit dem Handy zu bezahlen. Der Vorteil ist, dass dabei nur die Telefonnummer über das Internet übertragen wird. Die Bestätigung der Zahlung erfolgt durch die Eingabe eines PIN-Codes am Handydisplay.

Das Bezahlsystem kann als absolut sicher bezeichnet werden, der große Haken daran ist jedoch, dass es sich bis heute nicht wirklich durchgesetzt hat. In Österreich wird es zwar von mehreren Webshops (unter anderem win2day.at, betandwin.at, one2sold.at, cineplexx.at, pizzaflitzer.at) unterstützt, außerhalb der Landesgrenzen ist Paybox weit gehend unbekannt.

Nachnahme
Online-Rechnungen per Nachnahme zu bezahlen ist eigentlich ein Stilbruch erster Klasse, der außerdem zusätzliche Gebühren verursacht. Konsumentenschützer raten aber der Vorsicht halber immer noch oft dazu. Gerade bei internationalen Überweisungen, bei denen es in seltenen Fällen zu Problemen mit der Online-Bezahlung kommt, ist aber eine Bezahlung per Nachnahme im Normalfall kaum möglich.