Bittere Pille

Hans-Peter Martin kandidiert also bei der EU-Wahl für die „Kronen Zeitung“. Die anderen Parteien sind begeistert.

Swoboda: Sie san ja krankhaft geltungssüchtig.
Martin: Was is daran krank?
Voggenhuber: Und a notorischer Querulant.
Martin: Sie werden mi noch kennen lernen!
Voggenhuber: Danke, mei Bedarf is gedeckt.
Martin: I hab hier ein Foto, das Sie beim Entwenden einer Klopapierrolle in Straßburg zeigt.
Voggenhuber: I war do nie mit Ihnen gemeinsam am Klo.
Martin: Oh, doch! I war der Seifenspender.
Stenzel: Das ist ja alles lächerlich!
Martin: So? Sie werden nimmer lachen, wenn Sie das Band sehen, das i von Ihnen aufgnommen hab.
Stenzel: Und was hab i bitt schön angstellt?
Martin: Erinnern Sie sich an die Burgunder-Weinkost in Brüssel? Sie haben sich nachschenken lassen – zwölfmal!
Stenzel: Also, so ein Blödsinn!
Martin: Meine Nasenlochkamera lügt nicht.
Swoboda: Der Typ war a echte Glanzidee vom Klima.
Martin: I hab auch schnell bemerkt, in was für einem Sumpf i da gelandet bin. Spätestens, wie i die Büros vermessen hab und Ihres um siebenundvierzig Quadratzentimeter größer war als meins. Was sagt uns des?
Swoboda: Sie meinen, außer dass Sie einen Mordstrummpascher ham?
Martin: Das hab i auf Band! Sie hören von meinem
Anwalt!
Stenzel: Wo hat er jetzt wieder was versteckt?
Voggenhuber: Ma sollt ja fast einmal suchen.
Martin: Hilfe! Ich werde attackiert! Zu Boden geworfen!
Voggenhuber: Stehn S’ auf. I hab „fast“ gsagt.
Martin: Wehret den Anfängen! Und außerdem steht da hinten a Fotograf.