Anders Breivik prahlt mit seinen Taten

Der norwegische Massenmörder 77 Menschen umgebracht hatte.

Vor dem Gericht in Oslo begründete Breivik das Massaker damit, dass es in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg keine wahre Demokratie mehr gegeben habe. Das Volk sei beschwindelt worden. Da eine friedliche Revolution nicht möglich sei, sei Gewalt die einzige Möglichkeit. Seine Attentate würde er wiederholen, sagte der rechtsradikale Islamhasser mit ruhiger Stimme. "Ja, ich würde das wieder machen."

Richter und Staatsanwaltschaft hörten mit versteinerter, ernster Miene zu. Zuvor hatte Breivik angegeben, seine vorbereiteten Formulierungen über sein Weltbild und seine Motive aus Rücksicht auf die Hinterbliebenen im Gerichtssaal abgeschwächt zu haben.

"Das waren keine unschuldigen Kinder, aber politische Aktivisten, die für den Multikulturismus arbeiteten", sagte Breivik zu seinem Massaker in einem Jugendcamp auf der Fjordinsel Utöya. Dort hatte der Angeklagte nach eigenem Geständnis 69 Teilnehmer eines Sommerlagers kaltblütig erschossen.

Breivik verglich die sozialdemokratische Jugendorganisation AUF mit der Hitlerjugend. Richterin Wenche Elizabeth Arntzen unterbrach ihn sofort und forderte ihn auf seine Formulierungen abzuschwächen.

(APA/Red)

Breivik-Prozess in Oslo
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