Chill dein Leben!

Nichtstun als effizienteste „Burn-out“-Prävention und Schutzwall gegen Depressionen. Warum Müßiggang so gesund macht, Faulheit die Kreativität fördert, Kinder die Langeweile brauchen und wir das alles verlernt haben.

Es gibt Phrasen, die einen auf Grund ihres inflationären Einsatzes richtig gehend aggressiv machen können. Es sind Phrasen, die elend nach Kalenderspruch riechen und einer Jamsession von Paolo Coelho, dem Dalai Lama und einem Jazzmessen-affinen Provinzpfarrer entsprungen sein könnten. „Du musst loslassen lernen“, „deine Mitte finden“, dabei „dein inneres Kind entdecken“, „mit der Seele baumeln“, „dich abgrenzen“, „die Batterien aufladen“ und „Auszeiten nehmen“. Das Bedürfnis, diese Botschaften auch praktisch umzusetzen, hält inzwischen eine ganze Industrie am Rotieren.

Dennoch scheint die einfachste und nachweislich wirksamste Regenerationsmethode der Welt, das Nichtstun und Faulenzen oder Chillen, so der Jugend-Jargon, für viele der „Sklaven der Arbeit, des Geldes und des Ehrgeizes“, so der britische Müßiggang-Philosoph Tom Hodgkinson über das Gros der Menschheit, eine unüberwindbare Hürde darzustellen ...

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