<i><small>Cyberama von Thomas Vašek</small></i>
Ausgeknipst: Smartphone oder Digicam?

Warum Smartphones die besseren ­Digicams sind.

Braucht man im Urlaub eine Digicam? Oder reicht auch das Smartphone? Die Entscheidung wird immer schwie­riger. Einerseits entwickeln sich die Smartphones immer mehr zu vollwertigen Kameras, andererseits werden die Kameras zu Smartphones. Um den Trend zu sehen, genügt ein Blick auf die aktuellen Neuheiten. Da ist etwa das Sam­sung Galaxy S4 Zoom, ein Smartphone mit 16-Megapixel-Kamera – das erste mit einem optischen 10-fach-Zoom. Schon etwas länger gibt es das Nokia 808 Pure View mit 41 Megapixel, demnächst soll das Nokia Lumia 1000 Eos kommen, ein Windows-Phone mit dem gleichen Kamerasensor. Auch das HTC One hat eine vorzügliche Kamera, die auf eine neue Sensortechnologie mit größeren Pixeln („Ultrapixel“) setzt.

Auf der anderen Seite gibt es etwa die Sam­sung Galaxy Camera NX, eine Digicam mit 20,3 Megapixel, wechselbaren Objektiven, großem Touchscreen und Internetverbindung, die unter Android läuft. Oder auch die winzige Kompaktkamera Canon Powershot N, die immerhin über WLAN verfügt. Die größeren Bildsensoren und die besseren Einstellmöglichkeiten sprechen immer noch für die Kamera-Spezialisten; für durchschnittliche Ansprüche hingegen genügt längst eines der besseren Smart­phones; die besten Kamera-Phones wie das Samsung Galaxy S4 Zoom sind allerdings auch ziemlich wuchtig und schwer. Das zur Zeit vielleicht spannendste Gerücht: Auch das iPhone 5S soll mit einer deutlich verbesserten, innovativen Kamera kommen, vor allem für Nachtaufnahmen. Wenn das Gerücht stimmt, könnte das den Kampf um den Knips-Markt endgültig zugunsten der Smartphones entscheiden. Es wäre eine logische Entwicklung. Was für das Smartphone spricht, ist vor allem eine schlichte Tatsache: Man muss eben nur ein Gerät dabeihaben – und nicht zwei, die beinahe das Gleiche können.

thomas.vasek@profil.at