<i><small>Cyberama von Thomas Vašek</small></i>
Google-Singularität

Warum Google 2013 als Universalplattform die Weltherrschaft übernehmen wird.

Das Jahr 2013 wird das Jahr von Google. Das klingt nach einer kühnen Prognose. Sehr beliebt mache ich mich damit auch nicht. Aber ich gehe sogar einen Schritt weiter: Nächstes Jahr wird die Suchmaschine endgültig die Weltherrschaft an sich reißen. Das Google-Zeitalter beginnt. Und das ist kein Witz. Im nächsten Jahr wird Googles großer Plan aufgehen. All die Dienste rund um die Suchmaschine, von GMail über Google+ bis Google Now, werden plötzlich ein großes Ganzes ergeben – die einzige Universalplattform der digitalen Welt. Und Google wird mit der realen Welt verschmelzen. Eines Tages werden wir morgens aufwachen und feststellen: Google ist überall. Nennen wir es die Google-Singularität.

Hier die Indizien für meine Hypothese. Erstens: ­Google+ wächst derzeit so schnell wie Facebook, als es die gleiche Größe hatte. Zweitens: Google hat Android, das beste Mobilbetriebssystem. Das dritte Indiz beruht auf einer Spekulation: Google Glass, also die Datenbrille mit Netzverbindung, wird das nächste „große Ding“. Meine hypothetische Behauptung lautet: Wenn sich Google Glass durchsetzt, dann ist die ­Google-Singularität unausweichlich. Dann sehen wir die Welt nämlich buchstäblich mit Google-Augen. Dann wird uns Google Now mit ortsbezogenen Informationen versorgen, Google Maps zur nächsten Apotheke navigieren, ­Google Reader die aktuellen News vorlesen und Google+ mit­teilen, wer aus unseren Kreisen gerade an der nächsten Straßenecke steht. Google will „die Informationen der Welt organisieren und zugänglich machen“. So lautet bekanntlich das Mission Statement.

Die meisten ahnten allerdings nicht, wie ernst es ­Google damit wirklich ist. Alles ist Information. Die Informationen der Welt organisieren, das heißt in gewissem Sinn tatsächlich, die Weltherrschaft zu übernehmen.

thomas.vasek@profil.at