<i><small>Cyberama von Thomas Vašek</small></i>
Smartphones: Schluss mit dem Gewische!

Warum Smartphones neue Eingabemethoden brauchen.

Heutige Smartphones sind eigentlich ziemlich perfekte Geräte. Sie haben eine Vielzahl nützliche Funktionen, man kann damit fotografieren und kommt leicht ins Internet. Smartphones sind toll. Man müsste sie nur leichter bedienen können. Das Problem sind natürlich die vielen Features und Apps, die womöglich auch noch gleichzeitig laufen sollen. Man verliert einfach den Überblick. Das kostet Zeit und Nerven, vor allem, wenn man gerade unterwegs ist. Da hilft es auch nicht viel, dass die Hersteller ihre Nutzeroberflächen ständig optimieren. Eine viel bessere, intuitivere Oberfläche als Apples iOS wird man kaum entwickeln können. Was es braucht, das sind grundsätzlich neue Eingabemethoden. Mit dem Getippe (und Gewische) auf dem Display muss irgendwann Schluss sein. Apple hat mit dem Sprachassistenten Siri einen guten Anfang gemacht. So richtig durchgesetzt hat sich die Technik allerdings nicht, obwohl die Spracherkennung ziemlich gut funktioniert. Eine der Schwächen ist, dass man Siri erst mal aktivieren muss, bevor man mit ihr sprechen kann. Motorolas neues Android-Smartphone Moto X löst dieses Problem: Die Spracherkennung funktioniert auch im Standbymodus. Man schaltet das Telefon per Sprachbefehl ("Okay Google Now“) ein. Außerdem erkennt das Gerät verschiedene Gesten. Die Hersteller wissen natürlich, dass eine wirklich komfortable neue Eingabemethode den entscheidenden Wettbewerbsvorteil bedeuten könnte. Heutige Smartphones unterscheiden sich kaum noch voneinander. Eine radikal neue Nutzer-Schnittstelle wäre ein Killerfeature. Am besten wäre es natürlich, man könnte sein Smartphone überhaupt mit Gedanken steuern. Mein Tipp: Genau das werden wir in den nächsten Jahren erleben.

thomas.vasek@profil.at .