Debatte um islamische Religionslehrer: Schakfeh kannte Studie schon seit 2008

In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" erklärt Anas Schakfeh, der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), er habe die Ergebnisse der Hauptfragen der neuen Studie über die Einstellung von islamischen Religionslehrern schon seit Ende des vergangenen Sommers gekannt, "aber damals hat sich niemand aufgeregt".

Jetzt werde den islamischen Religionslehrern ein Programm zur Weiterbildung vorgelegt, in dem Grundwerte wie die "absolute Loyalität gegenüber dem Staat, der Rechtsstaatlichkeit, der Demokratie und der Bundesverfassung" neuerlich in Erinnerung gerufen würden. Die Kontrollen sollen verstärkt werden.

"profil" bildet eine Seite aus einem offiziellen Schulbuch für den islamischen Religionsunterricht an den Volksschulen ab, das Schakfeh persönlich bearbeitet hat. Darauf wird ein "Märtyrer" gezeigt, der gerade am Schlachtfeld stirbt. Bildlegende: "Ein Muslim, der auf dem Weg Allahs und zur Verteidigung der Heimat stirbt, ist ein Märtyrer (Sahid). Er wird von Allah mit dem Paradies belohnt, wie Allah es im Koran versprochen hat." Dabei gehe es um die Geschichte der Belagerung von Medina "und wie die ersten verfolgten Muslime starben - als Märtyrer, wie auch die ersten Christen", erläuterte Schakfeh. Auf dem Bild trägt der Soldat ein Gewehr und Handgranaten.

(apa/red)