Der Preis ist heiß

Mickrige 240.000 Euro für eine Homepage sollen zu viel sein? Wer das behauptet, hat keine Ahnung von Ökonomie – vor allem nicht von der neuen.

Grasser: Geh, hupfst ma gschwind umme zur Feinkost und holst ma zwa Wurschtsemmeln?
Winkler: Extra mit Gurkerl?
Grasser: Ja. Und Handsemmerln, gell?
Winkler: Uiije, verdammt. Des wird si leider nimmer ausgehen. Im Extra-Fonds san nur mehr fuffzehn Euro.
Grasser: Dann ruf die Industriellenvereinigung an, die sollen was nachschießen. Sag ihnen, es warat wichtig für die New Economy.
Winkler: I fürcht nur, de wollen nimmer.
Grasser: Ja, soll i ma jetzt a no meine Wurschtsemmeln selber zahlen, oder was? Warum wollen de nimmer?
Winkler: De ham beim letzten Mal scho gsagt, sie finden an Zehner pro Semmel a bissl viel.
Grasser: Qualität hat halt ihren Preis. Außerdem hab i mit der Wurschtverkäuferin amol …, äh …
Winkler: Übers Nulldefizit im Orient gredet? War des net de?
Grasser: Jedenfalls tua i bei aner Bekannten net umanand wegen a paar Euro. Vor allem, wenn’s einem höheren wirtschaftspolitischen Zweck dient. Und wenn’s net mei Geld is.
Winkler: De von der Industriellenvereinigung sagen jetzt übrigens a, des mit der Homepage hätten sie si anders vorgstellt ghabt.
Grasser: Ja, glaubst i net? Wie oft hab i gsagt: Bitte, tut’s meine Eisbärenfell-Fotos a no eine. Oba der Herr Obmann wollt ja net hören.
Winkler: Die meinen oba, sie hätten des gern weniger persönlichkeitsorientiert ghabt. Und vielleicht a bissl billiger.
Grasser: Ignoranten, wohin ma schaut.