Der Ratgeber

Häufig gestellte Fragen und die Wahrheit über gängige Klischees zum Thema Orgasmus.

  • Dauern die Phasen bei Männern und Frauen bis zum Orgasmus wirklich unterschiedlich lange?
    Tendenziell ist das eine biologische Tatsache. Während bei Frauen die Erregungsund Plateauphase relativ lange währen kann und der Orgasmus nicht so schnell erreicht werden muss, dauert es bei Männern bis zum Point of no return meist nur wenige Minuten.
  • Gibt es eine Erklärung dafür, dass Männer nach dem Orgasmus schlapp sind, Frauen jedoch oft weiter Sex haben können?
    Bei beiden Geschlechtern kommt es durch den Orgasmus zu einem Anstieg des Hormons Prolactin, das als "Lustdämpfer" gilt. Wissenschafter vermuten, dass Prolactin beim Mann die Gefäßmuskulatur am Eingang der Schwellkörper angespannt hält und so verhindert, dass erneut eine Erektion entsteht. Bei Frauen ist noch nicht völlig klar, warum bei ihnen die Lust nicht unbedingt nachlässt.
  • Stimmt es, dass die Orgasmusfähigkeit einer Frau nicht immer gleich hoch ist?
    Kurz vor dem Eisprung kommt es zu einem Anstieg des Östrogenspiegels, was Frauen generell empfindsamer macht. Dass hier ein Zusammenhang besteht, zeigen auch die Erfahrungen von Frauen, die hormonell verhüten: Bei vielen nimmt die sexuelle Lust ab.
  • Gibt es den oft behaupteten Unterschied zwischen vaginalem und klitoralem Orgasmus?
    Generationen von Frauen wurden von Sigmund Freuds These unter Druck gesetzt, dass nur der vaginale Orgasmus einen "erwachsenen" Höhepunkt erbringe und der klitorale Orgasmus "unreif" sei. Demgegenüber vertrat die Frauenbewegung der siebziger Jahre vehement die Meinung, dass es nur einen klitoralen Orgasmus gebe. Mittlerweile haben anatomisch-physiologische Forschungen gezeigt, dass das Klitorisgewebe weit in die Scheide hineinragt und bei jeder Variante gereizt wird.