Druck auf Schakfeh wird immer größer: FPÖ und BZÖ wollen neue Führung der IGGiÖ

Die FPÖ und das BZÖ fordern den sofortigen Rücktritt des Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), Anas Schakfeh. Außerdem solle die Islamische Glaubensgemeinschaft durch das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung durchleuchtet werden. Anlass ist ein Bericht des "profil" über ein von Schakfeh persönlich bearbeitetem Schulbuch.

Schakfeh kündigte bereits an, dafür zu sorgen, dass die von ihm bearbeitete umstrittene Illustration in einem Religionsbuch entfernt wird: "Die Optik ist jetzt natürlich schlecht. Aber wir sind gerade dabei, alle diese Bücher zu verändern", betont Schakfeh gegenüber der Tageszeitung "Österreich".

Märtyrer-Darstellung
Auf einem Illustrationsbild trägt der Soldat ein Gewehr und Handgranaten. "Ein Präsident einer österreichischen Glaubensgemeinschaft dessen Religionsbild ein Märtyrer mit Gewehr und Handgranaten ist, muss sofort zurücktreten", betont BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz: "Wir brauchen keine islamischen Religionskrieger in Österreich und schon gar nicht an unseren Schulen und in Schulbüchern."

Die Regierung fragt Strutz, wie lange sie "diesem Treiben von islamischen Extremisten" noch untätig zusehen wolle: "Muss es erst wirkliche Märtyrer in Österreich geben, bevor Faymann und Pröll handeln."

Forderungen der FPÖ
Ein energisches Vorgehen gegen radikal-islamistische Religionslehrer, die Demokratie, Meinungsfreiheit und Gleichberechtigung in Frage stellten, forderte ebenso FPÖ-Chef Strache ein. Schakfeh habe hier erhöhten Erklärungsbedarf und solle von seiner Funktion zurücktreten.

Kardinal Christoph Schönborn hingegen bot der IGGiÖ eine verstärkte Kooperation im Bereich der Aus- und Weiterbildung von Religionslehrern an.
(apa/red)