Edward Snowden beantragt Asyl in Venezuela

Edward Snowden beantragt Asyl in Venezuela

Prism-Enthüller auf der Flucht: Der von den USA gesuchte Ex-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hat einen Asylantrag in Venezuela gestellt. Snowdens Antrag sei eingegangen, sagte Staatschef Maduro. Snowden sitzt ohne gültige Ausweispapiere in Moskau fest.

Der Aufdecker von Spionageaktivitäten des US-Geheimdienstes Edward Snowden hat bei den Behörden in Venezuela offiziell einen Asylantrag gestellt. Das bestätigte der venezolanische Staatschef Nicolas Maduro.

Humanitäre Gründe
Snowden müsse nun entscheiden, wann er nach Venezuela fliegen wolle. Maduro hatte in den vergangenen Tagen bereits mehrfach betont, dass der seit rund zwei Wochen in Moskau festsitzenden Snowden aus humanitären Gründen mit einer positiven Entscheidung auf einen Asylantrag rechnen könne.

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USA warnt Venezuela
Dennoch muss über den Antrag in Venezuela noch offiziell entschieden werden. Washington hatte vor einem solchen Schritt gewarnt und Venezuela im Falle eine Einreise Snowdens aufgefordert, den 30-Jährigen an die USA auszuliefern. Im Falle einer Weigerung droht eine weitere Verschlechterung der ohnedies angespannten Beziehungen zwischen dem südamerikanischen Land und den USA, die Snowden für seine Enthüllungen vor Gericht bringen wollen. Auch Nicaragua und Bolivien gelten als mögliche Asylländern für Snowden.

(APA/Red)