Einigung bei Streit um Steinhofgründe

Nach fünfmonatiger Mediation Konsens für Expertenkommissio.

Der zähe Streit um die Bebauung der Wiener Steinhofgründe dürfte nun doch ein Ende finden. Nach fünf Monaten Mediation zwischen der Stadt Wien und der Bürgerinitiative „Steinhof erhalten“ gibt es folgende Einigung: Eine Expertenkommission soll bis Ende des Jahres über die Verwendung des Otto-Wagner-Areals entscheiden. Am 4. September werden die Regierungsvertreter, der stadtnahe Bauträger Gesiba und die Bürgerinitiative eine Vereinbarung unterschreiben, mit der sie sich verpflichten, dem Vorschlag der Kommission zu folgen. Die Experten werden von der Stadtverwaltung im Einvernehmen mit der Bürgerinitiative bestellt, sagt die Grüne Jennifer Kickert. Sie nahm als Gemeindevertreterin an der Mediation teil. Die Gesiba hofft auf ein Ja der Kommission zur Bebauung des Areals, rechnet aber mit Einschränkungen. Die Bürger­initiative hofft hingegen auf ein Nein. Der Konflikt um die Neugestaltung der Steinhofgründe ist schon seit 2006 im Gange. Geht es nach der Stadt Wien, sollen dort Wohnungen und ein Rehabilitationszentrum entstehen.