Emmys: "Breaking Bad" als beste Drama-Serie ausgezeichnet

Großer Triumph eine Woche vor dem Serien-Finale von "Breaking Bad": Die Serie über den krebskranken Chemielehrer Walter White, der zum Drogenbaron wird, hat den Emmy für die beste Drama-Serie abgestaubt. Einen Achtungserfolg gab es für die Internetserie "House of Cards".

"Breaking Bad", "Modern Family" und "Behind the Candelabra" heißen die Gewinner der Emmy-Verleihung. Die Krimiserie um den drogenkochenden Chemielehrer gewann am Sonntagabend den wichtigsten Fernsehpreis der Welt in der wichtigsten Kategorie "Beste Dramaserie". "Modern Family" mit "Al Bundy" Ed O'Neill wurde zwar beste Comedyserie, doch den meisten Glamour bekam "Behind the Candelabra" ab.

Hollywood-Star Michael Douglas erhielt Auszeichnung
Es ist nur ein Film von zwei Stunden und schildert das Leben eines Musikers, der bereits mehr als 25 Jahre tot ist. Aber Michael Douglas als Starpianist Liberace und Matt Damon als dessen Geliebter haben Kritiker wie Publikum begeistert. Mit 23 Millionen Dollar war der Fernsehfilm so teuer wie manche Kinoproduktion. Er bekam am Abend drei Emmys, gewann zuvor aber bereits acht sogenannte "Creative Emmys" in Nebenkategorien. Überraschend: Douglas dankte in seiner kurzen Rede vor allem Ehefrau Catherine Zeta-Jones - beide leben derzeit getrennt.

Jeff Daniels als bester Hauptdarsteller
"Breaking Bad" gewann zwar den wichtigsten Emmy, doch zur großen Überraschung wurde Hauptdarsteller Bryan Cranston nicht auch bester Hauptdarsteller. Diesen Preis bekam einer, der kaum als Favorit galt: Jeff Daniels für seine Rolle in "The Newsroom". Beste Hauptdarstellerin wurde Claire Danes aus "Homeland". Die Serie, großer Gewinner des letzten Jahres, bekam zwei Emmys. "Homeland" hatte den ewigen Gewinner "Mad Men" verdrängt - der zum zweiten Jahr in Folge komplett leer ausging.

Achtungserfolg für "House of Cards"
Mit Spannung wurde das Ergebnis für "House of Cards" erwartet. Die Serie hätte als erstes nur für das Internet produzierte Programm groß abräumen können, es blieb aber nur bei einem Achtungserfolg: Ein Emmy für die beste Regie, dazu zwei aus den Nebenkategorien der "Creative Emmys". Die beiden Hauptdarsteller des Politikdramas, der zweifache Oscar-Preisträger Kevin Spacey ("American Beauty") und "Golden Globe"-Gewinnerin Robin Wright ("Forrest Gump"), gingen leer aus.

Die Gewinner im Überblick:

Beste Dramaserie

"Breaking Bad"

Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie

Claire Danes, "Homeland"

Bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie

Jeff Daniels, "The Newsroom"

Beste Comedyserie

"Modern Family"

Beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie

Julia Louis-Dreyfus, "Veep"

Bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie

Jim Parsons, "The Big Bang Theory"

Beste Miniserie oder bester Fernsehfilm

"Behind the Candelabra"

Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm

Michael Douglas, "Behind the Candelabra"

Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm

Laura Linney, "The Big C"

Bester Nebendarsteller in einer Dramserie

Bobby Cannavale, "Boardwalk Empire"

Beste Nebendarstellerin in einer Dramaserie

Anna Gunn, "Breaking Bad"

Bester Nebendarsteller in einer Comedyserie

Tony Hale, "Veep"

Beste Nebendarstellerin in einer Comedyserie

Merritt Wever, "Nurse Jackie"

Bester Nebendarsteller in einem Miniserie oder einem Fernsehfilm

James Cromwell, "American Horror Story"

Beste Nebendarstellerin in einem Miniserie oder einem Fernsehfilm

Ellen Burstyn, "Political Animals"

(APA/Red)