Porno-Klicks: Die Boulevard-Methoden von "Österreich"

Die spektakulären Details im Gerichtsverfahren gegen die frühere Eisladenbesitzerin Estibaliz C., die zwei ihrer Liebhaber ermordet, mit der Kettensäge zerstückelt und im Keller eingemauert hat, waren dem Boulevardblatt „Österreich“ vergangene Woche nicht genug.

Auf oe24.at stellte die Redaktion eine Diashow online, deren Hauptdarstellerin der inzwischen zu lebenslanger Haft verurteilten Estibaliz C. ähneln sollte. „Spielte Esti in einem Sexfilm mit?“, fragte „Österreich“ erregt.

Wie das Onlinemagazin kobuk.at rasch herausfand, ist die Darstellerin eine Britin namens Lynda Leigh. Die Strategie von „Österreich“ ging allerdings auf: Der Porno-Fake bekam mit Abstand die meisten Klicks auf der Website.

Red.