Falsche Bescheidenheit

Keine Amtsvilla, kein Schlösschen, keine Dienstwohnung – wenn sich Benita und Heinz weiterhin so heftig im Verzicht üben, wird bis zur Wahl nicht mehr viel übrig bleiben.

Ferrero-Waldner: Und meine gesamte Garderobe stifte ich den Bergbäuerinnen im Defereggental, weil schließlich will eine Frau ja auch im Stall was gleichschauen.
Fischer: Ich wiederum brauche auch kein protziges Büro in der Hofburg. Wenn wichtige Entscheidungen anstehen, geh ich aufs Klo.
Ferrero-Waldner: Nun gut, das mach ich dann selbstverständlich auch. Aber nur, ich lasse zusätzlich noch das Wasser absperren!
Fischer: Dafür stelle ich meine Privatwohnung Transitopfern zur Verfügung, die wegen Ihrer verfehlten Verkehrspolitik zu Hause keinen Schlaf mehr finden. Ich übernachte dann in Naturfreunde-Hütten im Stockbett. Und wenn dort wer meine Decke haben will – nur zu!
Ferrero-Waldner: Ich mach nur mehr im Burggarten Urlaub!
Fischer: Meinen Dienstwagen kriegt der Arbeiter-Samariterbund!
Ferrero-Waldner: Ich bleibe in der Straßenbahn immer stehen!
Fischer: Ich atme nur mehr ganz flach!
Ferrero-Waldner: Und ich lackiere mir nie wieder die
Zehennägel!
Fischer: Ich auch nicht!
Ferrero-Waldner: Und jetzt kommt’s: Ich streiche mir als Bundespräsidentin selbst das Gehalt, jawohl! Meine Arbeit für Österreich ist völlig umsonst!
Fischer: Erzählen Sie mir was Neues!
Ferrero-Waldner: Und ich verzichte sogar gänzlich auf den Luxus einer eigenen Meinung! Ich nehm einfach die vom Wolfi! Na, was sagen Sie jetzt?
Fischer: Ich hasse Kopf-an-Kopf-Rennen.