Freies Mandat

Das Beispiel jener ÖVP-Bundesrätinnen, die dem stahlblauen John Gudenus beim rot-grünen Neuwahlantrag den erhobenen Stimmarm herunterzureißen versuchten, könnte Schule machen.

Molterer: So, glei wird’s ernst mit der Abstimmung. Lauft alles nach Plan?
Scheibner: Sowieso. Dem Prinzhorn hab i eingredet, dass ihn a 20-jährige Blondine beim Haupteingang treffen will. Der geht dort nimmer so schnell weg.
Molterer: I weiß net. Ob des reicht?
Scheibner: Sie will von ihm a Autogramm auf die rechte Brust.
Molterer: Des reicht.
Scheibner: Und der Böhmdorfer is draußen auf der Baustell in an Mobilklo eingsperrt.
Molterer: Wie habts ihn denn da einebracht?
Scheibner: Er hat glaubt, er soll si den neuesten Entwurf für a österreichisches Gefängnis in Rumänien anschauen.
Molterer: Was is mit der Rosenkranz?
Scheibner: Dazu sag i nur: freies Mandat!
Molterer: Des kann oba net dei Ernst sein.
Scheibner: Und ob! Es bleibt frei, weil die Rosenkranz net da is. Sie hat gschwind zu ana Demo müssen.
Molterer: Die Rosenkranz bei ana Demo?
Scheibner: Was tätst denn du machen, wenn die EU-Kommission die Umbenennung des deutschen Schäferhundes in „Wüffwüff Atatürk“ anordnet?
Molterer: I tät’s net glauben.
Scheibner: Und des is möglicherweise der größte Unterschied zwischen dir und der Rosenkranz.
Molterer: Verlässlich und kreativ – an Partner wie euch kann ma si nur wünschen.
Scheibner: Mehr kann i oba nimmer tun. Wenn trotzdem no aner falsch abstimmt …
Molterer: … dann übernimmt unser Wendl-Ingrid.
Scheibner: Wieso die Wendl?
Molterer: Die kann Jiu-Jitsu.