Für Bandion-Ortner ist Fahrverbot von Frauen in Saudi-Arabien „kein Thema”

"Die Körperhaltung beim Autofahren drückt Frauen das Becken nach oben und kann die Eierstöcke schädigen", warnte ein saudischer Islam-Gelehrter Ende Oktober. Autofahren ist für Frauen in Saudi-Arabien verboten, ihr Widerstand dagegen sorgt derzeit weltweit für Aufsehen.

Für Claudia Bandion-Ortner, Vize-Geschäftsführerin des Wiener König Abdullah Zentrums für interreligiösen Dialog, ist diese Debatte aber "kein Thema".

2012 hatte die ehemalige Justizministerin ihr Engagement für die vom saudischen König Abdullah initiierte Organisation noch folgendermaßen gerechtfertigt: "Das Zentrum stellt eine Chance für eine gesellschaftliche Öffnung Saudi-Arabiens dar." Man habe sich im ersten Jahr des Bestehens (das Zentrum wurde im November 2012 eröffnet) der Bildung verschrieben, ließ die frühere Justizministerin über ihre Sprecherin ausrichten. Am 18. und 19. November veranstaltet die Organisation ein Forum in Wien. Thema: "Das Bild über andere Religionen im Schulunterricht." Dass Religion in manchen Weltgegenden zur brutalen Unterdrückung von Frauen führt, wird wohl nicht zur Sprache kommen.

(Red)


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