Gesunde Gen-Tomaten

Ein Peptid aus gentechnisch veränderten Tomaten imitiert im Körper die Wirkung des "guten“ HDL-Cholesterins. Das berichteten Forscher der University of California in Los Angeles (UCLA) bei der Jahrestagung der American Heart Association.

Mäuse, die mit den transgenen Tomaten gefüttert wurden, zeigten deutlich weniger Entzündungsreaktionen und arteriosklerotische Veränderungen an den Blutgefäßen als Tiere, die eine normale Kost vorgesetzt bekamen. Die Forscher hatten die Tomaten gentechnisch so modifiziert, dass sie ein Peptid mit der Bezeichnung 6F produzieren. Dieses Peptid ahmt die Wirkung des im HDL-Cholesterin enthaltenen Hauptproteins ApoA-1 nach. Sie verfütterten die transgenen Tomaten an einen Mäusestamm, der das "schlechte“ LDL-Cholesterin im Blut nicht abbauen konnte und daher bei stark fetthaltiger Kost Gefäßverkalkungen entwickelte. Nachdem die Mäuse mit einem Anteil von 2,2 Prozent Gen-Tomaten in der fett-und kalorienreichen Nahrung gefüttert worden waren, zeigten diese Tiere eine deutlich geringere Anfälligkeit für Arterienverkalkung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch Krebs als andere Tiere.

(Red)