Geschwisterliebe

Entgegen anders lautender Vermutungen stimmt die Chemie zwischen Benita Ferrero-Waldner und ihrem möglichen quasi parteiinternen Gegenkandidaten Franz Fiedler sehr wohl.

Ferrero-Waldner: Sie! Was bilden Sie si überhaupt ein, Sie? Es gibt schon a ÖVP-Kandidatin, und zwar die beste!
Fiedler: Kandidiert die Hörbiger also do no?
Ferrero-Waldner: Ich red von mir, Sie impertinenter Erbsenzähler!
Fiedler: I hab glaubt, Sie san unabhängig und nur der Fischer is a schiacher Parteisoldat.
Ferrero-Waldner: Dann bin i halt die unabhängige ÖVP-Kandidatin. Was is da so schwer zu verstehen?
Fiedler: Jetzt regen S’ Ihna net auf. Durch mi ham S’ immerhin vielleicht a Chance, dass’ erst im zweiten Wahlgang verlieren. Außer natürlich, i überhol Sie a no.
Ferrero-Waldner: Sie mich überholen? Die Herzdame? Da lachen ja die Hühner! Wo waren Sie denn zum Beispiel bei den Sanktionen?
Fiedler: Im Rechnungshof.
Ferrero-Waldner: Da hamma’s. Und ich?
Fiedler: Weiß net. Beim Friseur?
Ferrero-Waldner: Die Frechheiten werden Ihnen schon vergehen. Wie würd Ihnen ein Parteiausschluss gfallen?
Fiedler: I find, i hätt eher den Ehrenvorsitz dafür verdient, dass i unsere Wähler net mit einer Nervensäge mit Lachmuskelkrampf im Regen stehen lass.
Ferrero-Waldner: Sie ham’s nötig. Wann ham Sie eigentlich des letzte Mal glacht, Sie Valium mit Füߒ?
Fiedler: Wie i Ihr Weblog glesen hab. Da hab i mi kaum eingekriegt.
Ferrero-Waldner: So, jetzt reicht’s. Auf Wiedersehen.
Fiedler: Aber nur, wenn’s unbedingt sein muss.
Rainer Nikowitz