Graf war Saalschutz für deutschen Neonazi: Jetzt FP-Kandidat für Nationalratspräsidium

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner neuen Ausgabe berichtet, war "Olympia"-Mitglied Martin Graf 1987 bei einem Auftritt des deutschen Neonazis Reinhold Oberlercher im Ordnerdienst. Ebenfalls anwesend: Neonazi Gottfried Küssel.

Oberlercher vertrat am 26. November 1987 im Hörsaal U 18 am Wiener Juridikum die Ansicht, dass sich "der Jude auf Gedeih und Verderb anpassen" müsse, um nicht als Krankheitserreger ausgeschieden" zu werden. Zum Thema Auschwitz sagte Oberlercher: "Ich fühle mich über die Notwendigkeit, mich von Auschwitz zu distanzieren, völlig überhoben, so arrogant bin ich hier." Moderiert wurde die Veranstaltung vom damaligen RFS-Jus-Obmann Harald Stefan. "profil" liegt eine Abschrift eines Tonbandprotokolls vor. Der Ordnerdienst des Ring Freiheitlicher Studenten wurde aufgrund eines gerichtlichen Nachspiels namentlich erfasst.

1989 rühmte Stefan in einer Festschrift der Burschenschaft "Olympia", die Kampfbereitschaft seiner Kameraden. "Ein Vortrag von Pierre Krebs im Jahr 1986, bei dem gewalttätige Demonstranten mit blutigen Köpfen davongejagt werden konnten, brachte eine starke Motivation für den RFS", schrieb Stefan.

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