Gusenbauer teilt Weisheit mit Kasachstan:
Ex-Kanzler berät Präsident Nasarbajew

In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" erklärt Österreichs Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer, er berate die kasachische Regierung und Staatspräsident Nursultan Nasarbajew seit "Kasachstan Anfang 2010 den OSZE-Vorsitz übernommen hat". Die bezahlte Beratungstätigkeit läuft nach Angaben Gusenbauers "sehr gut".

Die Tatsache, dass sich Kasachstans autoritär regierender Präsident Nasarbajew im vergangenen Jahr zum "Führer der Nation" auf Lebenszeit ausrufen ließ und damit auf Lebenszeit vor Strafverfolgung geschützt ist, kommentiert Gusenbauer: "Ist das, was Sie hier schildern, bei Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi nicht genauso?"

Der Frage, ob die Zahl der Amtszeiten des kasachischen Präsidenten, der seit fast 21 Jahren an der Macht ist, beschränkt werden sollte, entgegnet Gusenbauer im "profil"-Interview: "Das ist ein schwieriges Problem. Sind denn die Amtszeiten eines österreichischen Bundeskanzlers oder eines deutschen Kanzlers beschränkt?"

Dem Mangel an Demokratie in Kasachstan hält Berater Gusenbauer eine optimistische Prognose entgegen: "Ich glaube, dass die kommenden Wahlen in Kasachstan einen demokratiepolitischen Fortschritt bringen werden."

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www.profil.at

(red)