Hintergrund: Virtuelles Festival

Abgerechnet wird zum Schluss: Was kostet die stornierte Diagonale?

Die Diagonale lässt Kunststaatssekretär Franz Morak nicht los. Dieser Tage tritt er in Subventionsgespräche zum Festival 2005 ein, nebenbei aber sieht er sich immer noch gezwungen, sich mit den Folgen seiner 2003 gescheiterten Filmfestivalpläne zu befassen: Die bereits für Ende März in Aussicht gestellte Abrechnung zur abgesagten Diagonale – die Vorlaufkosten beliefen sich angeblich auf stolze 385.000 Euro – liegt bis heute nicht vor. Moraks Pressesprecherin Katharina Stourzh wusste auf profil-Anfrage am Donnerstag vergangener Woche von nichts. Ob die – bereits im Februar in Auftrag gegebene – Abrechnung des stornierten Festivals bereits eingelangt sei oder nicht, müsse sie „erst recherchieren“. Sie gehe aber „davon aus, dass die Unterlagen vorliegen“.

Einen Tag später stand das Ergebnis der Recherche fest: Man könne, gibt Stourzh profil bekannt, die Schlussabrechnung im Detail nun doch noch nicht vorlegen, da diese nach wie vor nicht ganz feststehe. Die „Auflösung der Strukturen“ – vor allem die Frage nach der Übernahme der Büroräumlichkeiten – sei „nicht restlos geklärt“, aber das werde „in den nächsten paar Tagen“ festgestellt. Die genannte Summe von 385.000 Euro aber, fügt Stourzh noch an, komme „ziemlich genau hin“.