Alpine Bau: Baukonzern muss Konkurs anmelden

Insolvenz - Alpine Bau: Baukonzern muss Konkurs anmelden

Die Rettung der Salzburger Alpine ist gescheitert, der zweitgrößte österreichische Baukonzern schlittert in den Konkurs. Mindestens 7500 Arbeitsplätze in Österreich sind durch die Pleite gefährdet. Teile der Bau-Gruppe sollen fortgeführt werden. profil berichtete bereits vergangenen Oktober über die schwierige Situation des Salzburger Konzerns.

Der Baukonzern Alpine steht vor der Pleite. Die Rettung des zweitgrößten österreichischen Baukonzerns ist gescheitert und schlittert in den Konkurs. Die Bemühungen zur außergerichtlichen Sanierung der Gruppe sind abgebrochen worden.

Die Geschäftsführung der Alpine Bau GmbH bereitet einen Antrag auf Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung vor, teilte der Baukonzern mit.

Sanierung gescheitert
"Trotz beträchtlicher Unterstützung der finanzierenden Banken und intensiven Bemühungen des Eigentümers ist es wider erwarten nicht gelungen, die Alpine-Gruppe außerhalb eines Insolvenzverfahrens zu sanieren", heißt es in einer ersten Stellungnahme.

Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung
Die Geschäftsführung bereite daher ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung vor und werde die Verfahrenseröffnung umgehend beantragen.

7500 Jobs in Österreich wackeln
Die Alpine selbst beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter (zu gleichen Teilen im In- und Ausland). Mit dem Unternehmen verwoben sind allerdings alleine weitere rund 7500 Arbeitsplätze alleine bei jenen 1500 Subunternehmen und 1500 Lieferanten, die mit der Alpine über 100.000 Euro jährlich abwickeln.

Teile der Bau-Gruppe sollen weitergeführt werden
Im Zuge des Sanierungsverfahrens sollen auf der Grundlage eines von erfahrenen Restrukturierungsberatern erstellten Konzeptes, Teile der Bau-Gruppe mitsamt den damit verbundenen Arbeitsplätzen und Subunternehmen fortgeführt werden. Dieses Konzept soll in den nächsten Wochen von den Insolvenzverwaltern geprüft und nach Möglichkeit umgesetzt werden, heißt es weiter.

(APA/Red)