Krise in heimischer Filmwirtschaft wächst:
Dank Sparkurs des ORF 2500 Jobs in Gefahr?

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, spitzt sich die Krise der heimischen Filmwirtschaft, die unter dem Druck des neuen ORF-Sparkurses von 2500 akut bedrohten Arbeitsplätzen spricht, zu.

Roland Teichmann, Direktor des Österreichischen Filminstituts (ÖFI), meint zwar, dass den 2007 eingebrochenen Kinozuschauerzahlen eine Konsolidierung bevorstehe - schließlich werde mit der Falco-Kinobiografie, einer neuen Wolf-Haas-Adaption und dem Sequel zum Erfolgsthriller "In 3 Tagen bist du tot" 2008 ein potenziell hochprofitables Programm in die Kinos kommen -, "aber es wird auch ein superbitteres Jahr werden, was die Finanzierungssituation betrifft."

"ORF wird immer mehr zum Nehmer"
Die 2007 aus Rücklagen erzielte Erhöhung des ÖFI-Budgets von 9,6 auf 12,1 Mio. Euro wird laut Teichmann "systematisch entwertet, wenn wir im ORF keinen Finanzierungspartner auf Augenhöhe mehr haben." In dieser Situation sei aus seiner Sicht "sogar das Aufkündigen des Film-Fernseh-Abkommens eine denkbare Variante", so Teichmann kämpferisch. "Mit dem Ausdünnen seiner Budgets wird der ORF immer mehr zum Nehmer, ohne noch nennenswerte Beiträge für den österreichischen Film leisten zu können."

Mehr österreichische Filme ins Programm?
In zwei Wochen wird ein vom ÖFI in Auftrag gegebener neuer Filmwirtschaftsbericht, die Detailanalyse des Jahres 2006, veröffentlicht werden: Er wird einerseits Bekanntes bestätigen, andererseits auch Überraschungen zu bieten haben. Die rückläufigen Produktions- und Zuschauerzahlen sowie der mit 2,6 Prozent schwache Marktanteil des österreichischen Films im Inland werden sich, so Teichmann, "nicht rasend verändert" darstellen. Aber es gebe laut jüngster Studien "einen deutlichen Wunsch nach mehr österreichischen Filmen im TV-Programm: 41 Prozent der Befragten wollen 'mehr' heimische Filme im ORF sehen, immerhin 24 Prozent sogar 'deutlich mehr'."

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