<small><i>Kulturtipp der Woche</small></i>
Robert Altman: "Tanner ´88"

Pop und Politik greifen nirgendwo so lustvoll ineinander wie in den USA. In Fernsehserien ist politische Analyse besonders effektvoll zu betreiben, wie nicht erst "The West Wing“ klarstellte. Eine TV-Pioniertat ist nun wiederzuentdecken: Die von dem Cartoonisten Garry Trudeau verfasste und von Robert Altman inszenierte sechsstündige Fernsehserie "Tanner ’88“, produziert für den Sender HBO (und ausgestrahlt im Vorfeld des realen Präsidentschaftswahlkampfs von 1988, den George Bush sen. gegen Michael Dukakis gewann), kreist um den von Michael Murphy gespielten demokratischen Kandidaten Jack Tanner. Im Rahmen der (noch bis 7. März) laufenden Doppelretrospektive der Regisseure Preston Sturges und Robert Altman im Wiener Filmmuseum kann man nun einen Blick auf die hochaktuell anmutende Fake-Doku werfen.

Am Mittwoch wird profil-Redakteur Georg Hoffmann-Ostenhof nach einer Vorführung des Pilotfilms der Serie über den Wahnwitz der US-Primaries und die Fiktionalisierung amerikanischer Politik sprechen: Österreichisches Filmmuseum, 29.2., 20.30 Uhr.

St. Gr.