LH Dörfler erzählte "Negerwitz": Gab bei Pressekonferenz Witzchen zum Besten

Der Kärntner Landeshauptmann Dörfler hat laut einem Bericht des "profil" am Freitag in Kärnten einen "Negerwitz" erzählt, und zwar bei einer Pressekonferenz in Bad Kleinkirchheim. Das hat am Samstag heftige Reaktionen ausgelöst. SPÖ-Chef Rohr kritisierte Dörflers "einfältige und unappetitliche Geisteshaltung", der Grüne Landessprecher Holub meinte, das sei "zum Schämen".

Wie "profil" in einer Vorab-Meldung berichtet, soll sich der Vorfall bei einer Pressekonferenz für die ORF-Volksmusik-Schau "Wenn die Musi spielt" in Bad Kleinkirchheim abgespielt haben. Anlass für den Ausritt Dörflers war demnach die Begrüßung des farbigen Sängers Roberto Blanco, bei der Dörfler plötzlich vor Journalisten, Künstlern und laufenden Kameras seinen Witz zum Besten gab. Anschließend herrschte, so "profil", betretenes Schweigen, das der Landeshauptmann mit der Aussage quittierte: "Anscheinend habe ich den Witz schlecht erzählt, weil ihn niemand verstanden hat."

"Nicht das Format für einen Landeshauptmann"
Rohr verlangte in einer Aussendung von Dörfler eine sofortige Entschuldigung und erklärte, er lege Wert auf die Feststellung, dass diese Geisteshaltung nicht repräsentativ für das Land Kärnten sei. Dörfler habe erneut bewiesen, dass er nicht das Format für einen Landeshauptmann besitze.

Kärnten dürfte sich derzeit für seinen Landeshauptmann wohl genieren, sagte Holub. "Ich glaube, dass der Herr Landeshauptmann sogar unabsichtlich rassistisch war. Irgendwie ist es typisch für ihn, er steht bis zu den Hüften im Fettnapf und bemerkt es nicht einmal", meinte Holub.

Dörfler die Kritik an einem von ihm erzählten Witz als "künstliche Aufregung" zurückgewiesen. Er habe den Witz - das Nachrichtenmagazin "profil" nannte ihn einen "Negerwitz" - "in einer lustigen Runde" erzählt, um eine Herabwürdigung sei es nicht gegangen.

(apa/red)