"Man wollte mich hängen sehen": Helmut Elsner nach Urteil im Exklusiv-Interview

In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" erhebt Ex-Bawag-Generaldirektor Helmut Elsner nach seiner (nicht rechtskräftigen) Verurteilung zu neuneinhalb Jahren Haft schwere Vorwürfe gegen die Justiz. Im Verfahren seien Zusammenhänge bekannt geworden, die ihn, Elsner, von einer "Verschwörung gegen meine Person" überzeugten.

Elsner gegenüber "profil": "Die Strafhöhe hat mich erschüttert. Neuneinhalb Jahre im Gefängnis zu bleiben, weil ein anderer Geld verspekuliert hat, halte ich für völlig überzogen. Neuneinhalb Jahre bedeuten für mich wahrscheinlich lebenslänglich. Und der, der das Schlamassel verursacht hat, soll ein paar Monate hinter Gitter und darf ungestört nach Hause fahren." Und weiter: "Der mediale Druck und die Vorverurteilung waren einfach zu groß. Man wollte mich hängen sehen."

Auf die verlustreichen Karibik-Geschäfte angesprochen räumt Elsner zwar ein, dass weder er noch seine Kollegen noch "wirklich durchschaut haben, was Flöttl mit dem Geld macht", weil es dazu an "Know How fehlte". Zugleich betont er aber im "profil"-Interview: "Bankverluste wurden im letzten Jahr fast täglich gemeldet. Kein Bankmanager sitzt in Haft, gegen keinen läuft eine Anklage, obwohl man das Problem, das die Subprime-Krise auslöst, mit Hausverstand einfach hätte erkennen können."

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