'Menschenrechte nicht selbstverstandlich': Weltweites Gedenken der Judenverfolgung

Seit 2005 wird der 27. Jänner entsprechend einer einstimmig angenommenen Resolution der UNO- Vollversammlung als Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts begangen - aus diesem Anlass warnten zahlreiche Politiker in aller Welt vor Geschichtsrevisionismus, Verfolgung, Rassismus und Diskriminierung.

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon rief zu Wachsamkeit gegenüber jeder Art von Intoleranz auf. "Denen, die den Holocaust leugnen oder behaupten, dass er übertrieben dargestellt wird, begegnen wir mit unserer Entschlossenheit!" Es reiche nicht aus, der Toten zu gedenken und sie zu ehren. "Wir müssen die jetzige Generation aufklären und uns um sie kümmern", forderte er. "Wir müssen ihnen Respekt vor der Verschiedenheit (der Menschen) geben, ehe sich Intoleranz entwickeln kann." Aufgabe sei, den Menschen in aller Welt die Idee der "Würde und Gerechtigkeit für alle" näher zu bringen: "Lassen Sie uns die Menschenrechte nicht als Selbstverständlichkeit betrachten."

Außenministerin Plassnik konstatierte ihrerseits, dass es für Europäer eine Selbstverständlichkeit geworden sei, in Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und in Achtung der Menschenwürde zu leben. Dieses neue Europa sei das positivste Gegenbild zur "bittersten Erfahrung" unserer Vergangenheit, und was als europäisches Friedensprojekt begonnen hat, müsse im 21. Jahrhundert zu einem weltweiten "Eckpfeiler des Friedens" werden. "Wir wollen in Österreich, in Europa und in der Welt ein Zusammenleben, das von gegenseitiger Anerkennung, von Toleranz und Respekt geprägt ist", forderte Plassnik.

(APA/red)