Missbrauch als "Feigenblatt"? Sinnlose und sehr fragwürdige Anti-Doping-Initiativen

Wie das Nachrichtemagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sorgt die Anti-Doping-Initiative des Österreichischen Radsport-Verbands "Austrian Cycling Against Doping" für Kritik von Profi-Radfahrern gegen den eigenen Verband.

Bei dem Projekt sollen sich Radfahrer auf freiwilliger Basis monatlich für Blutproben zur Verfügung stellen. Jedoch haben sich bislang nur 17 Athleten auf der Seite registriert, bei vielen scheint kein einziges Testergebnis auf, da die Bluttests von den Sportlern selbst bezahlt werden sollen. Kosten pro Test und Monat: Bis zu 150 Euro. "Ich bezahle sie bestimmt nicht selbst, dazu habe ich zu wenig Geld", erklärte der 18-jährige U23-Nationalteamfahrer Jan Sokol gegenüber "profil". Laut Radsportverband-Generalsekretär Rudolf Massak würde das Budget für die regulären Dopingkontrollen ausgegeben werden, so dass "für diese Bluttests kein Geld mehr übrig ist".

Weiters kritisieren Profis, dass Kontrollen, bei denen der Zeitpunkt selbst bestimmt werden kann, sinnlos wären. Außerdem könnte die Seite leichter von Dopern missbraucht werden. Denn auch Bernhard Khol nahm an einem ähnlichen Projekt teil und hatte immer unauffällige Blutprofile vorzuweisen, die ihm sogar Verträge verschafften, da er für Vereine clean wirkte.

Noch mehr über Doping im Radsport lesen Sie im aktuellen "profil"!